Instagram – Ungeahnte Chancen

Für viele ist Instagram immer noch „nur“ eine Plattform auf der man Bilder aus dem Hier und Jetzt zeigt. Die Sicht auf den Strand, das leckere Essen aus dem Restaurant, wie der Hund gerade das Stöckchen bringt und das Kind den Brei isst. Dabei ist Instagram so viel mehr. Eine Plattform mit vielen Künstlern, Artisten, Models, Fitnessgurus und Abenteurern. Menschen aus Fleisch und Blut. Menschen mit Geschichten und dem Willen sich zu vernetzen.

Social Media ist ein wichtiger Faktor in meiner Karriere. Social Media hat gar meine Selbstständigkeit ermöglicht. Um euch das etwas zu veranschaulichen habe ich ein paar Freunde gebeten mir ein Selfie-Video zu senden. Die zu beantwortende Frage war: „Von welcher Online-Plattform kennst du mich, und wo haben wir uns das erste mal persönlich getroffen?“

Online oder Offline?

So ziemlich alle von mir angefragten Freunde haben mitgemacht. Für mich ist alleine dieser Fakt ein Beweis, dass Social Media eben auch „sozial“ ist.  Und um genau das geht es mir in diesem Beitrag.

Egozentrisch, Selbstdarstellung, Zeitverschwendung?

Skeptiker in meinem Umfeld behaupten, dass Social Media voll von egozentrischen Selbstdarstellern, selbsternannten Influencern und anderen unnahbaren Sternchen dominiert wird. Teilweise stimme ich da sogar zu. Die Sache ist doch, wie wir damit umgehen. Das Internet ist voll von unbrauchbaren Inhalten. Wir müssen lernen, für uns wichtige Inhalte zu filtern. Genau so geht es mit den Menschen, denen wir auf den Sozialen Medien folgen. Manche bieten spannende Inhalte, andere stossen Kontroversen an und dann gibt es noch die, die uns einfach nur nerven. Es braucht eine Lernphase um Social Media für sich selbst richtig nutzen zu können. Zeit um herauszufinden, was einem passt und was nicht.

Instagram ist da keine Ausnahme. Selbst habe ich Instagram mehrere Jahre so verwendet, wie es eigentlich von Kevin Systrom angedacht wurde. Als eine Möglichkeit „instant“, also sofort, Bilder mit meinen Freunden zu teilen. Erst als ich an meinem allerersten InstaMeet im Heidiland teilgenommen habe, wurde mir bewusst, welches Potenzial sich hinter Instagram verbirgt.

Ein Tag der alles verändert hat

An diesem Tag habe ich Naomi Meran kennen gelernt. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und sogleich beschlossen, dass wir der Firmenwelt in der Schweiz zeigen wollen, was Instagram alles kann. Und so führten wir dreieinhalb Monate später den schweizweit ersten Instagram Workshop für Unternehmen durch. Mit dabei waren unter anderem Migros, SBB, UBS, Boalingua, WWF und viele weitere mutige Firmen aus der Schweiz. Das ist nun doch bereits einige Jahre her. In der Zwischenzeit haben wir viel erlebt. Adrian Seitz tauchte auf unsere Bildfläche auf und zu dritt gründeten wir im Frühjahr 2017 die Firma Someyka GmbH und mit ihr unsere Agentur MeetMaker. Wir führen regelmässig das #InstaMeetZH durch. Ein Networking-Anlass rund um das Thema Instagram. Und so vergrössert sich unser Netzwerk bei jeder Durchführung um neue Instagrammer und am Thema interessierte Brands.

Wer viel investiert…

…bekommt auch viel zurück. Das zeigt sich ganz klar. „Von nichts kommt nichts!“ – Ich glaube diesen Spruch kennen wir alle. Junge und engagierte Instagrammer nutzen die DM (Direct Message) Funktion um direkt mit Brands, Tourismusregionen und Hotels zu sprechen. Sie bieten ihr Können für eine Gegenleistung an. Freie Übernachtungen, Kleider und andere Dienstleistungen im Tausch gegen Bilder, Videos und Blogposts. Manchmal fliesst auch Geld. Und das ist auch in Ordnung. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass man alleine und mit den einfachsten Mitteln hochqualitativen Content (Bilder, Video und Text) erstellen kann.


Ein Beispiel ist das Video von Elmar Bossard, welches er am MeetMaker #CityLakeMountainMeet erstellt hat.

Fragen kostet nichts

Einige von euch würden es als „frech“ bezeichnen. Doch heute ist es ganz normal einen Brand direkt anzuschreiben und für selbst produzierten Content nach Gegenleistungen und Geld zu fragen. Viele Brands schätzen es sogar mit verschiedenen Creators zusammen zu arbeiten. Sie erreichen damit unter anderem eine viel diversifiziertere Zielgruppe. Aber auch der produzierte Content ist näher beim Kunden. Authentischer. Nicht ganz so hochglanzpoliert. Roh. Aber trotzdem auf einem hohen qualitativen Niveau. Das wird von den Kunden goutiert.

Geduld und Durchhaltevermögen

Sobald man sich mit den verschiedenen Elementen (Posts, Hashtags, Feeds, Storys, Direct Messages ect.) von Instagram vertraut gemacht hat,  braucht es Geduld und Durchhaltevermögen. Eine Community baut man nicht von heute auf morgen auf. Diese wächst mit dem eigenen Engagement auf der Plattform. Findet euren Stil. Findet eure Leidenschaft. Setzt einen Fokus. Habt Spass an dem was ihr tut und gebt nicht zu schnell auf. Auch für euch kann Instagram (oder jede andere Social Media Plattform) zum Augen- und Tür-Öffner werden.

Zum Schluss die Slides – Instagram ungeahnte Chancen