Blogging für Fotografen – warum auch du bloggen musst!

Kürzlich hatte ich die Möglichkeit, an der Seite von Su Franke (Corporate Dialog) einen Workshop zum Thema „Blogging für Fotografen“ durchzuführen. Neun begeisterte Photo Professionals kamen, um sich selbst in Sachen Blogging weiterzubilden.

Su, eine ausgewiesene Spezialistin im Bereich Kommunikation und Blogging, eröffnet um 12:00 Uhr den Nachmittag im grössten Meetingraum bei der Namics in Zürich. Sie startet mit ein paar Basics zum Content-Marketing und Plattformen für den späteren Workshop.

Content oder Community

Verschiedenste Plattformen kämpfen heute um eine der wichtigsten Ressourcen die wir zur Verfügung haben. Unsere Aufmerksamkeit. Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und viele mehr haben Taktiken entwickelt, um uns zu ihnen zu locken. Einige bauen auf der Strategie des Contents auf, andere setzen den Wert der Community als Mehrwert ein. Instagram z.B. hat sich immer mehr zu einer Community entwickelt. Einerseits habt ihr als Fotografen dort die Möglichkeit, euer Portfolio darzustellen. Andererseits könnt ihr euch mit Gleichgesinnten austauschen und auch im realen Leben treffen. Ihr könnt zusammenarbeiten, Projekte starten, und euch gegenseitig fördern. Social Media beinhaltet ein wichtiges Wort – Social. Die persönlichen Beziehungen mit bekannten und neuen Menschen sind heute essenziell. Persönliche Kontakte sind die Währung in eurem Business.

Der Blog steht im Zentrum

Die Social Media Plattformen sind die Tentakel des Blogs. Sie agieren als Fangarme und führen alle zurück zum Blog. Zum eigenen und extra erstellten Content. Dabei sollte beachtet werden, dass ihr nur die Plattformen pflegt, die von euch auch tatsächlich mit Inhalten gefüttert werden können. Wir alle haben nur eine gewisse Zeit zur Verfügung, die wir in unsere Social Media Aktivität investieren können. Wer zu viele Kanäle pflegen muss, verliert oft ganz schnell den Spass an der Sache.

Der Blog ist viel mehr als nur eine Inhaltsschleuder. Im besten Fall fordert ihr eure Besucher auf, mit euch Kontakt aufzunehmen, euch zu buchen oder sich in euren Newsletter einzutragen.

Die Macht der Bilder

Boris Baldinger am Workshop Blogging für Fotografen
Foto Credit: Stephanie Wittmer, http://www.stephaniewittmer.ch

In meinem Teil bringe ich den Teilnehmern bei, wieviel Macht die Bilder im Social Web besitzen. Social-Feeds werden heute im Eiltempo durchgescrollt. Nur die besten Inhalte regen die Nutzer an, den Feed zu stoppen und genauer hinzusehen. Um mit eurem Blog-Inhalt aufzufallen, benötigt ihr Top-Content. Das heisst auch ein Top-Bild, welches die Aufmerksamkeit eurer Zielgruppe erregt.

Das Hauptbild des Blog, das sogenannte Featured-Image, kann auch mit Text versehen werden um noch mehr Aufmerksamkeit zu wecken. Dafür gibt es Tools wie z.B. canva.com oder Adobe Spark.

Die vier Dimensionen des Contents

Su benutzt das Modell von Talkabout um den Nutzen eines Beitrages zu beurteilen.  Inhalte haben immer einen oder mehrere Werte für die Zielgruppen. Sei es Tiefgründig, Emotional, Vordergründig oder Funktional. In der Mitte steht immer die Geschichte. So können wir plattformspezifische Inhalte erstellen, die Informieren, unterhalten, weiterbilden oder einfach die Beziehung zu eurer Community aufbauen.

Und was hat das jetzt alles mit Blogging zu tun?

Die persönliche Webseite, im besten Fall ein Blog, ist immer noch eines der besten Mittel um euch langfristig mit einem Thema zu platzieren. Dort habt ihr die Möglichkeit, eure Identität mit einem eigenen Design, mit euren eigenen Worten und Bildern widerzuspiegeln. Inhalte sind über Suchmaschinen auffindbar und somit für die Ewigkeit konserviert. Euer Wissen wird so an einem Ort gespeichert und kann von euch aber auch anderen immer wieder abgerufen werden.