CSP – Firmenfotografie aus einer Hand

In diesem Beitrag möchte ich dir anhand des Beispiels meiner Arbeit für die CSP AG zeigen, wie man eine Firma für die Öffentlichkeit portraitieren kann. Je früher ich in die Erarbeitung des Bildkonzeptes eingebunden werde, desto spannender sind auch unsere Möglichkeiten. 

Der erste Kontakt mit der CSP

Meine Bekanntschaft mir der Agentur point:break aus St.Gallen entstand durch einen Vortrag über Social Media und Fotografie, den ich für Junior Chamber International (JCI) halten durfte. Dort hatte ich Marc kennengelernt, den Geschäftsführer von point:break. Marc fragte mich im Sommer 2020, ob ich Lust hätte, mit ihnen gemeinsam das Konzept für neue Mitarbeiterportraits und Keyvisuals für die CSP AG zu erarbeiten. Weil sie zu dieser Zeit gerade mit deren neuen Webseite beschäftigt waren.

Die CSP AG stellt Projektmanager*innen ein und lagert diese extern an Firmen aus. Das Unternehmen wurde eher als konservativ wahrgenommen. Daher war es ihnen wichtig, mit dem neuen Auftritt vom altherkömmlichen Krawattenträger-Image wegzukommen. Der Wunsch war also ein frisches, neues Konzept zu entwickeln, welches polarisiert. 

Persönlichkeit im Zentrum

CSP hat eine tolle Firmenkultur. Die Mitarbeiter haben einen guten Zusammenhalt und tauschen sich regelmässig an internen Events und bei einem Feierabend-Bier aus. Doch die Kundschaft bekommt die gute Stimmung nicht mit, weil die Mitarbeitenden beim Kunden vor Ort nicht zusammen sind. Daher war das Ziel des Fotoshootings, insbesondere das Persönliche rüberzubringen. Also die Menschlichkeit der CSP-Mitarbeitenden zu zeigen. Aus diesem Grund wählten wir das Setting in einem Restaurant anstatt im Büro. Die Mitarbeitenden sollten nicht vor einer Wand im Studio fotografiert werden, sondern in einer Umgebung, die wir kennen. Denn Menschen sind in Restaurants lockerer drauf als im Office. Roger Künzli von der CSP schlug das Restaurant Brauwerk in St.Gallen vor. Also setzte ich mich mit Joel, dem Geschäftsführer vom Restaurant Brauwerk in Verbindung, welcher gerne einwilligte, uns die Location zu Verfügung zu stellen. 

Fotoshooting im Restaurant

Zu den Coronazeiten, in denen wir mit den Shootings starteten, war es natürlich leicht möglich im Restaurant zu fotografieren. Später als der Betrieb langsam wieder zunahm, mussten wir die Shootingtermine entsprechend koordinieren. Damit einerseits keine Unannehmlichkeiten für die Gäste entstehen und andererseits damit wir die Portraits ohne oder mit möglichst wenig Zuschauer*innen machen konnten. 

In unserem Konzept berücksichtigten wir ausserdem, dass sich nicht jeder vor einer Kamera wohl fühlt. Daher kam die Idee, dass ich immer zwei Leute in einem Timeslot aufbot. Diese konnten sich dann im Restaurant gegenüber sitzen und sich entspannt unterhalten. Am besten wählten sie für das Gespräch Themen wie ihre Wochenendeskapaden, schöne Wanderungen, coole Projekte oder ihre Ferienpläne – Dinge, die ihnen ein Schmunzeln ins Gesicht zeichnen. 

Das Ziel der Person, die mir den Rücken zuweist, war das Gegenüber zum Lächeln zu bringen. Zwischendurch rief ich: „Schau zu mir und schenke dieses Lächeln der Kamera!“

So entstanden sehr dynamische und persönliche Bilder. 

Der Weekend-Mode

Daneben stand die Idee, nebst den Portraits im Business-Outfit ein Portrait der Person bei einer Freizeitaktivität zu zeigen. Der Besucher oder die Besucherin der Webseite kann per Slider zwischen business mode und weekend mode wählen. Im weekend mode erfährt man also etwas Persönliches über die Mitarbeitenden. Das zeigt mehr Menschlichkeit und steigert so die Nähe zur Kundschaft zusätzlich. 

Dadurch fand ich mich in der aussergewöhnlichen Situation, dass ich ein Business-Portrait von einem Mann mit einer Kettensäge in der Hand machte, weil dieser sich in der Freizeit gern um seinen grossen Garten / Wald kümmert. 

Themenbilder und Keyvisuals

Auf der Webseite stellt die CSP AG ihre Kernthemen vor (Digitalisierung, Kernprozesse- & Systeme, Informationssicherheit, Servicemanagement & Sourcing, Öffentliche Beschaffungen). Diese benötigten nebst dem Text ein jeweiliges Themenbild.

Ausserdem fotografierte ich die Keyvisuals. Wir machten beispielsweise Bilder vor dem Opernhaus, auf dem roten Platz in St.Gallen oder auf dem Bundesplatz Bern. So weiss jeder, wo die CSP tätig ist und sie ihre Büros hat. Demnächst wird es noch ein Fotoshooting in Basel geben.

Events und Gruppenfotos

Ich darf auch die internen Events der CSP dokumentieren. Diese Bilder werden von ihnen genutzt, um der Kundschaft zu zeigen, dass sie sich intern weiterbilden, wovon die Kunden am Schluss profitieren. Events eignen sich übrigens super, um Gruppenfotos zu machen. Diese Gelegenheit haben wir auch gleich genutzt, da die Mitarbeitenden der CSP im Arbeitsalltag überall extern verteilt sind.

Highlights

So fotografiere ich also seit 2020 die Mitarbeitenden für CSP und es macht unheimlich Spass. Die neuen Mitarbeitenden haben ebenfalls Freude, an das nicht so typische Shooting zu kommen. Weil sie wissen, dass etwas Cooles dabei rauskommt sind sie entsprechend motiviert mitzumachen. Ganz schön ist auch, dass diese Bilder auch auf LinkedIn eingesetzt werden, was ein grosses Kompliment für meine Arbeit ist. 

Besonders schätze ich, dass ich im ganzen Prozess mitwirken darf – vom Konzept, über Planung, Organisation und Umsetzung. Das ist schon recht cool und ich bin sehr dankbar dafür. 

Zusammenfassend

Wenn du deine Firma porträtieren möchtetst, ein Rebranding ansteht oder deine Webseite aktuelle Fotos braucht, lohnt es sich, so früh wie möglich deinen Fotografen oder deine Fotografin in die Konzeptentwicklung mit einzubinden. Auch wenn du für deine Portraits, Gruppenfotos, Moodshots, Keyvisuals, Eventdokumentationen etc. immer den gleichen Fotografen oder die gleiche Fotografin wählst, hat das grosse Vorteile. Bei jedem neuen Auftrag lernt man sich besser kennen. Dadurch wird die Zusammenarbeit begünstigt und die Administration wird zunehmend einfacher. Es braucht weniger Kommunikation, weil alle wissen, was das Ziel ist. Das spart Zeit und Aufwand. Wenn alles aus einer Hand kommt, wird ausserdem das Ergebnis einheitlicher als wenn verschiedene Personen Bilder machen.