Praktikumsbericht von Lucia Brunner

Hallo, mein Name ist Lucia

Wie alles begonnen hat

Im Sommer 2019 habe ich die Matura abgeschlossen. Etwa zu diesem Zeitpunkt fing ich an mich mit der Fotografie auseinanderzusetzen. Ich nahm die Kamera meiner Schwester zu den letzten Abschlussevents der Kantonsschule mit und dokumentierte die Abschlusswoche. Dies bereitete mir viel Freude und ich fing an die Kamera fast überall hin mitzunehmen. Meine Schwester musste oft als Objekt für meine Versuche hinhalten. Von da an war mir klar, dass ich mich in meinem Zwischenjahr vertieft mit der Fotografie auseinandersetzen wollte. Ein Praktikum schien mir da ideal, da direktes Feedback von einem Vorgesetzten für mich eine der besten Lernmethoden ist. 

Und so kam es, dass ich zwei Monate lang Boris als Praktikantin begleite durfte. Die Zeit verging wie im Flug. 

Erwartungen

Meine Erwartung nach dem Praktikum war folgendes:  Tiefgreifendes und nützliches Wissen sowie Erfahrungen zu haben, welche ich später, bzw. in meinen Leben, anwenden kann. In diesem Praktikum erhoffte ich mir ebenso herauszufinden, ob ich mir den Job als Fotografen/Selbstständige vorstellen könnte. Ebenfalls war es eine Herausforderung an mich selbst, in diesem beschränkten Zeitraum so viel wie möglich mitzunehmen. Dazu kam eine Erwartung/Bedingung von Boris, ich müsse mich ebenfalls mit Videoproduktion auseinandersetzen. Zuerst war ich verunsichert, da ich mich in diesem Thema überhaupt nicht auskannte und dies habe ich auch klar kommuniziert. Jedoch meinte Boris, dass es funktionieren wird, wenn ich bereit bin mich hineinzuknien. 

Erste Tage

Der erste Tag startete bereits mit einem Shooting im Studio, wo ich als Beobachterin dabei sein konnte. In den ersten Tagen richtete ich mit Hilfe von Boris meinen Arbeitsplatz inklusive Laptop ein. Mein Arbeitsplatz befand sich im Fotostudio, wo es eine eigene Soundanlage und sogar ein Badezimmer hat. Toll nicht? Zudem gibt es im CoWorking Rapperswil, in welchem sich das Studio befand, eine Gemeinschaftsküche, welche ein gemütliches Beisammensein am Mittag sicher stellte. 

Nach wenigen Tagen installierte Boris mir das Schnittprogramm „Final Cut Pro“ und ich durfte dann mit Hilfe von Skillshare die Grundlagen des Schneidens erlernen. In der zweiten Woche startete bereits mein erstes Videoprojekt in Zusammenarbeit mit Boris. Es war ein kurzes Video zum CoWorking Rapperswil, welches ich mit einer Kamera und dem Gimball gefilmt habe. Einfach ausprobieren war die Devise. 

Erlebnisse 

Ein typischer Tag in meinem Praktikum gab es gar nicht, praktisch jeder Tag sah anders aus. An manchen Tagen blieb ich den ganzen Tag im Studio, an anderen waren wir viel unterwegs. Ich konnte in dieser kurzen Zeit sehr viel Verschiedenes erleben, von Personal Branding Shootings, Shootings im Studio, einem Vortrag in Wollerau, einer zweitägigen Produktion in Bern bis zur Mithilfe der Erstellung eines Online-Kurses. Es freut mich, dass ich so einen umfangreichen Einblick in den Beruf des Fotografen machen konnte. Ebenfalls durfte ich die verschiedenen Shootings dokumentieren, was mich anfangs sehr herausforderte, da ich immer das Gefühl hatte, ich benötige mehr Zeit. Jedoch lernt man nur dazu, wenn man es auch übt. Neben der Arbeit von Boris durfte ich auch eigene Projekte im Studio verwirklichen. Anfangs habe ich verschiedene Personen portraitiert, um ein Gefühl für das ganze Material im Studio zu bekommen. Das Highlight meiner eigenen Projekte im Fotostudio war für mich das Vertikaltuch Shooting mit Carmen.  

Zusammenarbeit mit Boris 

Sehr schätze ich die Offenheit von Boris und seine ehrliche Kommunikation. Zudem inspirierte mich seine Art, jeden Tag Neues dazu lernen zu wollen. Boris liess mich sehr selbständig arbeiten, was ich gut fand und manchmal auch etwas herausfordernd. Zudem schätze ich, dass Boris ein Macher ist. Hatte ich eine Frage wurde diese umgehend beantwortet oder zusammen nach Antworten gesucht. Ebenfalls lehrreich fand ich das sofortige Feedback zu meiner Arbeit. Zudem hatte ich sehr flexible Arbeitszeiten, was mir gefiel, da ich meinen Tag nach meinen Bedürfnissen einrichten konnte. Gegen das Ende des Praktikums habe ich zirka zwei Wochen Home-Office gemacht. Das war eine spannende Erfahrung und auch eine Herausforderung, da man sich nochmals komplett umstellen muss und es mehr Selbstdisziplin benötigt, sich nicht ablenken zu lassen. Dennoch schätze ich es sehr mich persönlich auszutauschen. Dazu bietet „TeamViewer“ eine gute Alternative für einen angenehmen Austausch.

Fazit 

Zusammenfassend habe ich in diesen zwei Monaten sehr viel gelernt in Bezug auf Wissen zur Fotografie und Videografie, im Umgang mit Kunden und ebenfalls als Mitarbeiterin. Ich erhielt einen guten Einblick in den Beruf eines Fotografen/Selbstständigen. Zudem war es spannend mitzuerleben wie ein Selbstständiger mit einer unvorhergesehenen Krise, hier dem Covid-19 umgeht. Das Gelernte direkt umzusetzen hat mir sehr viel Freude bereitet und mich motiviert. Mitgenommen habe ich, dass es sich lohnt sich tiefgreifend mit einem Thema auseinander zu setzen. Während mich die Videoproduktion so begeisterte, dass ich auch eigene Projekte in meiner Freizeit kreierte, fielen mir die Tage, an denen ich nur Arbeiten am Laptop erledigte, eher schwer. 

Wie geht es weiter?

Die Fotografie und Videografie wird mich bestimmt noch einige Zeit begleiten. Jedoch wird es für mich vorläufig beruflich nicht in diese Richtung gehen. Wenn alles klappt, werde ich im September das Studium als Physiotherapeutin beginnen. Jedoch kann ich mir gut vorstellen, wieder einmal ein Projekt mit Boris zu kreieren.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei Boris für das Ermöglichen dieser tollen Erfahrung bedanken. Es war ein einmaliger Einblick, der definitiv meinen Horizont erweitert- und meinen Lerndrang gefördert hat.

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